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Sommer 2011das war mein Plan (erstellt im Mai 2011): Geplanter Start: Dienstag, 14. Juni 2011 Geplante Rückkehr: spätestens Freitag, 30. September 2011 Die geplante Route:Ich zeichnete im Voraus die Strecke bis nach Florenz auf www.gpsies.com. Insgesamt 15 Teilstrecken ergeben eine Gesamtdistanz von etwa 4'600 Kilometern und 87'000 Höhenmetern. Die ursprüngliche Idee war, dass ich dem gesamten Apennin durch ganz Italien, bis nach Sizilien folge und über Sizilien, Sardinien, Korsika und Elba die Rückreise antrete. Aus verschiedenen Gründen bin ich davon abgekommen und bleibe nun immer auf dem Festland Italiens. Zur Routenplanung nahm ich Strassenkarten, verschiedene Reiseführer, Google Earth und Wikipedia zu Hilfe. Mein Hauptaugenmerk galt Nationalparks und Bergen. Ich will in den Sommermonaten Juli und August den grossen Touristenströmen an Italiens Badeküsten möglichst ausweichen und suchte mir ruhige und abgelegene Strecken im Hinterland. Natürlich will ich auch ans Meer um zu baden, doch das ist eher sekundär. Der Weg nach Süden wird also sehr bergig ausfallen und mir wohl einiges abverlangen. Der Rückweg ist nur noch hüglig und mit der Amalfiküste und den schönen Badeseen im Latium bestimmt sehr schön, bevor es dann quer durch die Toskana nach Florenz geht.
Hier eine Auflistung der Teilstrecken:
Nochmals die Übersichtskarte. Diesmal mit den Trackdistanzen ab Start. Die gelben Pinnadeln kennzeichnen den Weg nach Süden, bis zur Fussohle Italiens und die grünen Pins markieren Abschnitte auf dem Weg nach Norden. Den Schlussabschnitt, von Florenz nach Hause werde ich vermutlich erst in Florenz im Detail planen. Je nach dem wie ich mich da fühle, kann ich entscheiden.
Das Fahrrad: Ich unternehme die Reise mit dem Kish Titan Hardtail, welches ich ganz gezielt auf diese Reise vorbereitet habe.
Zuerst wechselte ich die Bremsanlage. Nicht dass die zuvor montierte Avid Juicy 7 nicht mehr richtig funktioniert hätte, doch es gab da dieses gute Angebot von Peter für eine neue Avid Elixier CR. Da mir diese Bremse am Santa Cruz Mountainbike sehr gut gefällt habe ich zugeschlagen und die nun schwarze Bremse passt auch super an das Kish. Ich packte zwei paar Ersatzbeläge zu den übrigen Ersatzteilen. Der gesamte Antrieb hatte auch schon ein paar tausend Kilometer auf dem Buckel und vor der Abfahrt habe ich nun alle Verschleissteile erneuert. Das heisst: Kette, Kettenblätter, Ritzelpacket. Weil es ein günstiges Angebot für XT-Kurbel inkl. Innenlager und Kettenblätter gab, konnte ich das auch noch erneuern. Dazu neue Pedale, welche auf einer Seite Klick und der anderen Seite eine Plattform für normale Schuhe bieten. Im Weiteren ersetzte ich die Schaltkabel und verlegte auch neue Aussenhüllen.
Ein Schmuckstück ist der Tubus-Gepäckträger, der ebenfalls aus Titan gefertigt ist und somit perfekt zum Rahmen passt. Damit dieser auch für 29 Zoll Laufräder funktioniert, hat mir Peter zwei Verlängerungsplatten aus Chromstahl gebaut, die den Träger auf einer verstärkten Stahl-Hinterradachse abstützen. Das sieht sehr gut aus und hält perfekt. Das Gepäck: Ich habe mir ein Zelt (Sierra design, Clip Flashlight 2) und dazu eine Isomatte (THERM-A-REST) und einen Sommerschlafsack (MERU, Goa Comfort) gekauft. Zusammen mit einer Zeltunterlage und einem Badetuch transportiere ich diese Ausrüstung im blauen Packsack auf dem Gepäckträger. Allen übrigen Kram werde ich in den zwei Seitentaschen (Ortlieb BackPacker Plus) mitführen.
Auf Mann oder am Rad dann noch folgende Ausrüstung:
Nach einer Probepackung sah das fertige Bike so aus wie unten. Das Velo alleine wiegt 12,5 Kilo. Alles Gepäck mit allen Taschen um die 20 Kilo. Wenn ich das gepackte Velo hochheben will, muss ich etwa 33 Kilo stemmen. Das ist "leicht", denn natürlich könnte man immer viel mehr einpacken. Weil mir auf meiner Reise jedoch ziemlich viele Berge im Wege stehen, wollte ich so leicht wie möglich unterwegs sein. Deshalb habe ich von Anfang an vom Gebrauch von Fronttaschen an der Gabel abgesehen. Auch die Lenkertasche sollte möglichst klein und leicht sein.
Natürlich hat diese hecklastige Packweise Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Das Vorderrad wird ziemlich leicht und man muss den Lenker gut festhalten. Noch habe ich keine wirklichen Erfahrungen, doch ich denke einfach, dass man sich daran gewöhnt. Mal schauen. Reisen, Übernachten, Sonstiges: Wie oben erwähnt reise ich mit Zelt und so werde ich wohl einige Nächte auf Campingplätzen verbringen. Bei schwierigen Bedingungen oder wenn verfügbar, so übernachte ich auch gerne in einem Hotel oder einem sogenannten "agriturismo". Das sind private Übernachtungsmöglichkeiten wie "schlafen im Stroh" oder "bed & breakfast" in anderen Gegenden. Damit habe ich bisher gute Erfahrung gemacht. Ich weiss jedoch nicht, wie viele solche Möglichkeiten ich antreffen werde. In der Theorie möchte ich mindestens 1x pro Woche in einem Hotel übernachten, wo ich ein eigenes Bad zur Verfügung habe und wo ich alle meine Elektronikgeräte aufladen kann. Am besten noch mit freiem Internetzugang (WLAN), damit ich auch noch meinen Blog updaten kann. Mitnehmen werde ich mein Handy mit der Schweizer Telefonnummer. Es wäre vermutlich günstiger, wenn ich in Italien eine italienische SIM-Karte (möglichst PrePaid) kaufen würde. Idealerweise mit der Möglichkeit zur Datenübertragung. So könnte ich vom Netbook via Handy ins Internet gelangen und den Blog updaten. Dadurch hätte ich die bestmögliche Internet-Verfügbarkeit. Denn ehrlich gesagt glaube ich nicht daran, dass ich in Italiens Hinterland viele Hotels finden werde, die über einen WLAN-Zugang verfügen. Das wäre natürlich schön und die einfachste und schnellst mögliche Verbindung. Ich weiss also derzeit noch nicht, wie oft ich meinen Blog erreichen und updaten kann. Mal sehen. Ich möchte mir damit jedoch auch keinen Stress machen. Ganz sicher schreibe ich unterwegs ein paar Gedanken nieder, doch wann diese dann publiziert werden, muss man sehen. Ein Reisebericht steht ganz weit hinten... ich will erst einmal fahren, essen, schlafen, fahren, essen, schlafen... Noch etwas... "scusi. Io no parlare italiano"... das wird bestimmt noch zur Herausforderung. Durch meine bisherigen Italienaufenthalte verstehe ich zwar einiges, doch ich kann wirklich keinen korrekten Satz aussprechen. Nur so Touri-Korzformeln wie "un Cappuchino per favore", "Grazie" und "Il conto per favore"... Ich muss darüber schmunzeln und sehe es bisher auch nicht als das geringste Problem an. Irgendwie kann man sich immer verständigen. Sollte nichts anderes mehr helfen, rufe ich Karin an und sie kann für mich übersetzen. Lernfähig bin ich ja auch noch ein bisschen... Das klappt schon. |
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Kommentare
Do, 02.05.2013 09:18
Hoi Beat,
herzliche Gratulation zum
Auftritt. Ich kenne nur
wenige Leute, die derart
authentisch und positiv
im [...]
Hans zu 106km rund um den Vierwaldstättersee
Mi, 01.05.2013 13:13
Dein Bericht ist
inspirierend. Ich habe
mit 60 ein Einrad
bekommen und liebe es,
damit um Seen zu kurven.
Kürzlich [...]
beat zu zu Gast bei Aeschbacher
Sa, 20.04.2013 23:22
Danke!
Ich bin 1,92m gross. Da
kann man im direkten
Vergleich schnell klein
aussehen.
Spoony zu zu Gast bei Aeschbacher
Sa, 20.04.2013 16:32
Gratulation! Du wirst
noch berühmt und ich
hoffe das bringt was für
das Geschäft. By the way
- ist der Äschbi [...]
blackCoffee zu Fernsehauftritt
Fr, 19.04.2013 09:27
Das hast Du ja locker
geschafft. Ist ja nicht
jedem gegeben, vor der
Kamera zu stehen